SWORD BEACH

Der von den Alliierten ursprünglich festgelegte Landungssektor endete im Osten auf der Höhe von Courseulles. Eisenhower und Montgomery setzten seine Erweiterung bis zum Orne-Fluss durch. So entstand im Osten von Juno Beach,  der Strand Sword, der sich theoretisch von Langrune bis Ouistreham erstreckte. Angesichts der mit einem Direktangriff gegen die starken Verteidigungslinien von Ouistreham verbundenen Risiken und der aufgrund von Küstenriffen unmöglichen Landung vor Lion und Luc-sur-mer fand der Ansturm letztendlich auf einer relativ engen Front statt.

Somit landet die 3. britische Brigade von General Rennie mit der Unterstützung der gepanzerten Spezialfahrzuge schließlich vor Hermanville. An den Außenflügeln wird sie von zwei an ihren grünen Mützen erkennbaren Sonderkommandobrigaden unterstützt. Im Osten hat die 1. Brigade unter dem Kommando von Lord Lovat die Aufgabe, in Colleville Fuß zu fassen und dann nach rechts abzuschwenken, um Ouistreham von der Seite her einzunehmen. Zu ihr zählen unter anderem die 177 französischen Marineschützen des Schiffsleutnants Philippe Kieffer. Am anderen Ende des Sektors soll die 4. Brigade, ebenfalls über den Landweg, Lion-sur-mer und Luc-sur-mer erobern.

Der 8. Brigade der 3. Division, die vor einem Ort mit dem vielversprechenden Namen “La Brèche” zu Deutsch die Bresche an Land geht, gelingt es trotz des harten feindlichen Widerstands, den Atlantikwall zu durchschlagen. Hermanville fällt in der Mitte des Vormittags. Daraufhin ist es an der 185. Brigade, die Situation zu nutzen und eine besonders wichtige Aufgabe zu erfüllen: Die Einnahme von Caen vor Einbruch der Nacht. Doch der Rückstau zu den Stränden, der zum einen durch die deutschen Artilleriebeschüsse und zum anderen auf die engen Straßen zurückzuführen ist, führt beim Vorankommen der Truppen ins Landesinnere zu gefährlichen Verzögerungen. Der an den Befestigungsanlagen rund um Colleville entgegengebrachte feindliche Widerstand sowie der Gegenangriff der 21. Panzer zur Mitte des Nachmittags auf den Hügeln von Périers-sur-le-Dan erschweren das Vorhaben noch weiter. Als der Angriffskopf der 3. Division am frühen Abend endlich vor Caen ankommt ist es zu spät. Sie werden vom engen Verteidigungsmantel der Deutschen zurückgehalten.

Während dieser Zeit erreicht die 1. Sonderbrigade von Lord Lovat, nachdem sie Ouistreham nach erbitterten Straßenkämpfen eingenommen hat, die Brücken von Bénouville und Ranville und stellt somit eine Verbindung zu den Fallschirmspringerkommandos her. Das 41. Kommando der Royal Marines jedoch hat weit weniger Glück und muss noch mit der soliden deutschen Verteidigung in Lion-sur-mer fertigwerden.