JUNO BEACH

Der zwischen den britischen Stränden Gold und Sword gelegene Sektor Juno Beach entspricht dem den Kanadiern zugewiesenen Küstenbereich. In diesem Sektor befinden sich große Küstendörfer, die sich zum Ende des 19. Jahrhunderts in hübsche Badeorte verwandelt hatten. Hier finden sich keine schweren Batterien, doch zahlreiche kleinere, oft auf den Deichen angebrachte Verteidigungsanlagen, die sich über das gesamte Ufergebiet erstrecken und Panzerabwehrkanonen oder Maschinengewehrgeschütze bergen, um die Strände der Länge nach einzunehmen.

Die Aufgabe, Juno Beach einzunehmen fällt der 3. kanadischen Infanterietruppe von General Keller mit der Unterstützung der 2. Panzerbrigade zu. Zu ihrer Linken wird Sie von den Briten des 48.Kommandos der Royal Marines unterstützt.

Die Kanadier haben mit besonders schwierigen Navigationsbedingungen zu kämpfen. Die Anfahrt der die erste Sturmwelle transportierenden Landungsboote wird zum einen durch einen hohen Seegang und zum anderen durch gefährliche Küstenriffe behindert. Zum Zeitpunkt der Landung gegen 8 Uhr sind die Strandhindernisse Großteils von den Fluten bedeckt und richten verheerende Schäden an. Zahlreiche Boote werden durch explodierende Minen zerstört, die auf den in den Sand eingerammten Pfählen angebracht waren.

Auch an den Stränden werden schwere Verluste verzeichnet. Durch die verzögerte Ankunft der Panzer muss sich die Infanterie oft alleine gegen die starken feindlichen Beschüsse zur Wehr setzen. Doch die Kanadier sind harte Kämpfer. Mit viel Energie gelingt es Ihnen, den ersten deutschen Verteidigungsmantel zu Fall zu bringen. Die Einnahme der Dörfer jedoch soll sich als sehr beschwerlich erweisen. Die engen, oft mit Hindernissen versperrten Straßen, die Sniper-Beschüsse und einige verbleibende feindliche Widerstandskessel erschweren das Vorankommen und führen zu einer besorgniserregenden Überfüllung der Strände, die bei Flut nicht viel Platz für die Soldaten und das in großen Mengen an Land gebrachte Schwermaterial bieten.

Der Gefechtskopf beginnt trotz allem unverzüglich mit dem Vorstoß in das Hinterland und nimmt Sainte-Croix, Reviers, Tailleville, Bény, Basly, Pierrepont und Fontaine-Henry ein.

Zum Ende des Tages sind mehr als 21.000 Männer an Land gegangen und die Kanadier halten einen soliden, rund 12 Kilometer tiefen Brückenkopf. Wenn es ihnen auch nicht gelungen ist die Nationalstraße RN 13 und den westlich von Caen gelegenen Flugplatz von Carpiquet zu erreichen, so sind diese zumindest nicht mehr weit entfernt. Auf der rechten Seite wird die Verbindung mit den an Gold Beach gelandeten Briten hergestellt. Im Osten von Langrune jedoch, wo die Kämpfe bei Einbruch der Nacht immer noch anhalten, bleibt der Korridor, die die Soldaten von Sword trennt, in den Händen der Deutschen.