DIE LANDUNGS GEBIETE

Die Ereignisse des 6. Juni 1944 beginnen kurz nach Mitternacht mit der Landung der ersten britischen Luftlandedivisionen zwischen Orne und Dives. Danach springen die amerikanischen Fallschirmspringer über dem Cotentin, am anderen Ende des Sektors, ab. Zur gleichen Zeit greifen die schweren Bomber der RAF die als am gefährlichsten geltenden Artilleriebatterien des Atlantikwalls an.

Im Morgengrauen entdecken die Deutschen voller Verblüffung ein von Booten übersätes Meer. Die Operation Neptune, die erste Phase des Overlord-Plans zur Wiedereroberung Europas hat begonnen.

Um 5h45 eröffnet die Flotte das Feuer auf die deutschen Verteidigungslinien.

Um 6h30 erreichen die ersten amerikanischen Sturmtruppen die Strände von Utah und Omaha. Im britischen und kanadischen Sektor wird der Angriff aufgrund der unterschiedlichen Gezeiten eine Stunde später gestartet.

Am Abend des 6. Juni werden insgesamt 20 000 Fahrzeuge und 155 000 Soldaten (einschließlich Fallschirmspringer) an Land gesetzt. Die Verluste (Tote, Verletzte und Vermisste) belaufen sich auf rund 10000 Männer, was erheblich weniger ist, als die Vorhersagen befürchten lassen konnten.

Mit Ausnahme von Omaha Beach, wo der Ausgang der Schlacht lange ungewiss ist, ist der Atlantikwall überall endgültig durchbrochen und dringen die Alliierten rund zehn Kilometer weit in das Hinterland ein.