DIE GROSSEN ETAPPEN DER SCHLACHT – EINFÜHRUNG

Die Schlacht um die Normandie dauerte nahezu drei Monate und somit sehr viel länger als es die alliierten Strategen vorhergesehen hatten.

Zwar ist die auf die Erweiterung des Brückenkopfes abzielende Schlacht innerhalb von rund zehn Tagen gewonnen und kann der Hafen von Cherbourg nach erbitterten Kämpfen bereits Ende Juni eingenommen werden, doch die eigentlichen Schwierigkeiten beginnen doch erst nach diesem Zeitpunkt.

Juli ist für die Alliierten der schwärzeste Monat. Die Briten und Kanadier werden von den deutschen Panzerdivisionen vor Caen zurückgehalten. Die Stadt kann erst am 19. Juli vollständig befreit werden. Während dieser Zeit kommen die Amerikaner im Cotentin nur schwer voran. Sie sind in einem Heckenkrieg gefangen und haben mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, bevor sie Saint-Lô am 18. Juli befreien.

Ende Juli jedoch wendet sich das Blatt mit dem Erfolg der Operation Cobra, bei der es den Amerikanern gelingt, die feindlichen Verteidigungslinien endgültig zu durchbrechen und in Richtung Bretagne und Loire vorzustoßen.

Anfang August beschleunigt der Fehlschlag des von Hitler angeordneten Gegenangriffs von Mortain die Niederlage der deutschen Armeen, die sich von einer Umzingelung bedroht sehen und am Ende des gleichen Monats im Kessel von Falaise teilweise außer Gefecht gesetzt werden. Den Überlebenden bleibt nichts anderes übrig, als den Rest der Normandie zu evakuieren, die Seine zu überqueren und sich in Richtung Deutschland zurückzuziehen.